Tulsi: Heiliges Basilikum für deinen HomeGarden

Während die Wintermonate Körper und Geist belasten, suchen immer mehr Menschen nach natürlichen Wegen zur Stressreduktion und Immunstärkung. Tulsi (Ocimum sanctum oder Ocimum tenuiflorum), auch bekannt als Heiliges Basilikum, gilt im Ayurveda seit über 5.000 Jahren als „Elixier des Lebens“. Doch was steckt wissenschaftlich hinter dieser Bezeichnung? Aktuelle Studien aus 2024-2025 zeigen: Tulsi ist ein echtes Adaptogen – eine Pflanze, die dem Körper hilft, sich an Stress anzupassen und verschiedene Körpersysteme zu harmonisieren.

Besonders beeindruckend: Tulsi wurde erfolgreich als Begleittherapie bei COVID-19 eingesetzt und zeigt starke immunmodulierende Eigenschaften. Der hydroponische Anbau ermöglicht ganzjährigen Zugang zu dieser kraftvollen Heilpflanze – mit bis zu 30% höherem Wirkstoffgehalt als bei getrockneten Supermarkt-Blättern.

Die 6 wissenschaftlich belegten Heilwirkungen von Tulsi

1. Adaptogen: Stressreduktion und Cortisol-Regulation

Laut PubMed wird Tulsi als klassisches Adaptogen beschrieben – eine Substanz, die dem Körper hilft, sich an physischen, chemischen und biologischen Stress anzupassen. Die Pflanze harmonisiert verschiedene Körpersysteme und fördert die Homöostase. Traditionell wird Tulsi im Ayurveda eingesetzt, um Depression und Angst zu behandeln, den Körper vor längerer physischer Anstrengung, Ischämie, Kälteexposition und übermäßigem Lärm zu schützen (DOI: 10.3390/plants13243516).

Mehrere Tierstudien bestätigen die anti-stress und anxiolytischen Eigenschaften von Tulsi-Extrakten. Die adaptogene Wirkung wird hauptsächlich auf die Flavonoide Luteolin, Rhamnetin und Kaempferol sowie auf Eugenol zurückgeführt.

2. Entzündungshemmung durch COX-2-Blockade

Eine aktuelle Studie aus 2025 untersuchte mittels molekularem Docking die Wirkung von 20 Tulsi-Flavonoiden auf das entzündungsfördernde Enzym Cyclooxygenase-2 (COX-2). Ergebnis: Die Flavonoide Rhamnetin, Luteolin und Kaempferol binden stark an COX-2 und können so die Prostaglandin-Synthese während der Entzündungsreaktion hemmen (DOI: 10.1016/j.bpc.2025.107533).

Im Ayurveda wird Tulsi seit Jahrhunderten zur Reduktion von Schmerzen und Schwellungen eingesetzt – diese Tradition wird nun durch moderne Molekularbiologie bestätigt. Die anti-inflammatorische Wirkung macht Tulsi besonders wertvoll bei chronischen Entzündungszuständen.

3. Antimikrobielle Wirkung gegen resistente Bakterien

Eine Studie aus Nepal (2025) verglich drei Ocimum-Arten und fand heraus, dass Ocimum sanctum die stärkste antimikrobielle Aktivität zeigt – insbesondere gegen verschiedene Bakterienstämme. Das ätherische Öl enthält 32-35% Eugenol, 29-33% β-Elemene und 20-22% β-Caryophyllen (DOI: 10.3390/molecules30173581).

Besonders bemerkenswert: Tulsi-Extrakte werden erfolgreich in zahnmedizinischen Anwendungen eingesetzt. Eine Studie von 2025 zeigte, dass Tulsi in Kombination mit Kalziumhydroxid als Füllmaterial in Kinderzähnen eine hohe klinische Erfolgsrate aufweist – dank der antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften (DOI: 10.5005/jp-journals-10005-3183).

4. Immunmodulation und COVID-19-Begleittherapie

Ein systematisches Review aus 2023 untersuchte pflanzliche Begleittherapien für COVID-19-Patienten. Ergebnis: Tulsi gehört zu den am häufigsten verwendeten Heilpflanzen – als Einzelsubstanz oder in Kombination mit anderen Kräutern. Die Sicherheit wurde bestätigt, und es wurden keine Wechselwirkungen mit Remdesivir oder Favipiravir festgestellt (DOI: 10.2147/IDR.S417727).

Wichtig: Bei Kombination mit Lopinavir oder Ritonavir ist Vorsicht geboten, da eine starke nicht-kompetitive CYP3A4-Hemmung auftreten kann. In diesen Fällen wird therapeutisches Drug-Monitoring empfohlen.

5. Antidiabetische Wirkung durch DPP4-Hemmung

Eine Computer-gestützte Studie von 2022 identifizierte drei Tulsi-Phytokomponenten als potente Hemmer des DPP4-Enzyms: 1S-α-Pinen, β-Pinen und Dehydro-p-Cymen. DPP4 inaktiviert Incretin-Hormone wie GLP-1, die für die Insulinregulation nach Mahlzeiten essentiell sind. Durch DPP4-Hemmung bleibt mehr GLP-1 aktiv, was den Blutzuckerspiegel besser kontrolliert (DOI: 10.3390/molecules27165133).

Die Studie schlägt Dehydro-p-Cymen als potentiellen Lead-Kandidaten für die effektive Behandlung von Hyperglykämie und Diabetes mellitus vor. Traditionell wird Tulsi im Ayurveda seit Langem zur Blutzuckerregulation eingesetzt.

6. Krebsschutz und antioxidative Kraft

Die stärkste antioxidative Aktivität unter allen Ocimum-Arten! Die Nepal-Studie zeigte für Ocimum sanctum einen DPPH IC₅₀-Wert von 69,23 ± 0,10 µg/mL und einen ABTS IC₅₀-Wert von 9,05 ± 0,24 µg/mL. Zusätzlich wurde eine bemerkenswerte Anti-Krebs-Aktivität gegen Brustkrebszellen (MCF-7) mit einem IC₅₀ von 23,43 µg/mL nachgewiesen – bei geringer Toxizität für normale Zellen (DOI: 10.3390/molecules30173581).

Ein Review von 2023 fasst zusammen: Tulsi-Phytochemikalien wie Eugenol, Rosmarinsäure, Apigenin, Luteolin, β-Sitosterol und Carnosinsäure verhindern chemisch induzierte Haut-, Leber-, Mund- und Lungenkrebsarten. Die Mechanismen umfassen erhöhte Antioxidans-Aktivität, Veränderung der Genexpression, Induktion von Apoptose und Hemmung von Angiogenese und Metastasierung (PMID: 34331753).

Tulsi in Hydroponik: Optimale Anbauparameter

Der hydroponische Anbau von Tulsi ermöglicht maximale Wirkstoffkonzentration und ganzjährige Verfügbarkeit. Im Gegensatz zum Bodenanbau lassen sich alle Parameter präzise kontrollieren.

ParameterOptimaler BereichBemerkung
pH-Wert5,5 – 6,5Leicht sauer für beste Nährstoffaufnahme
EC-Wert1,2 – 1,8 mS/cmModerate Nährstoffkonzentration
Wassertemperatur18 – 24°CKühleres Wasser fördert ätherische Öle
Lufttemperatur Tag20 – 28°CWärmere Temperaturen für Basilikum
Lufttemperatur Nacht16 – 20°CModerate Nachtabsenkung
Belichtungsdauer14 – 16 Stunden/TagLängere Photoperiode für Blattmasse
PPFD (Lichtintensität)250 – 400 µmol/m²/sMittel bis hoch für kompaktes Wachstum
Luftfeuchtigkeit50 – 70%Moderate Luftfeuchte

Nährstofflösung für Tulsi

N-P-K-Verhältnis: 3:1:2 (stickstoffbetont für Blattmasse)

  • Makronährstoffe:
    • Stickstoff (N): 150 – 200 ppm
    • Phosphor (P): 50 – 80 ppm
    • Kalium (K): 100 – 150 ppm
    • Kalzium (Ca): 150 – 200 ppm
    • Magnesium (Mg): 50 – 75 ppm
    • Schwefel (S): 50 – 100 ppm
  • Mikronährstoffe: Eisen (Fe), Mangan (Mn), Zink (Zn), Kupfer (Cu), Bor (B), Molybdän (Mo) in Standard-Hydroponik-Konzentrationen
  • Lösungswechsel: Alle 2 – 3 Wochen komplett erneuern

Von der Aussaat bis zur ersten Ernte: 6-8 Wochen Timeline

Woche 1-2: Keimung und Etablierung

  • Anzucht: Tulsi-Samen in Steinwolle-Würfeln oder in unseren Quelltabst keimen (5-7 Tage bei 22-25°C)
  • Keimlinge: Nach Ausbildung der ersten echten Blattpaare in Hydroponiksystem umsetzen
  • EC-Wert: Niedrig starten (0,6 – 0,8 mS/cm) für junge Pflanzen
  • Belichtung: 14 – 16 Stunden/Tag

Woche 3-4: Vegetatives Wachstum

  • Wachstum: Pflanzen bilden kräftige Triebe und Blätter aus
  • EC-Wert erhöhen: Auf 1,2 – 1,5 mS/cm für optimales Wachstum
  • Entspitzen: Nach 4 – 6 Blattpaaren Spitze entfernen → fördert buschiges Wachstum
  • Wuchsrate: Etwa 1 – 2 cm/Tag bei optimalen Bedingungen

Woche 5-6: Verzweigung und Blattfülle

  • Buschige Struktur: Nach dem Entspitzen bilden sich mehrere Seitentriebe
  • EC-Wert: Stabil bei 1,4 – 1,8 mS/cm halten
  • Lichtintensität: Auf 250 – 400 µmol/m²/s erhöhen für kompaktes Wachstum
  • Erste Teil-Ernte möglich: Oberste 2 – 3 Blattpaare ernten (fördert weitere Verzweigung)

Woche 7-8+: Kontinuierliche Ernte

  • Haupternte: Pflanzen sind voll entwickelt und können regelmäßig beerntet werden
  • Erntemethode: Immer oberste 2 – 3 Blattpaare abschneiden (nie mehr als 1/3 der Pflanze auf einmal)
  • Blütenbildung verhindern: Blütenknospen sofort entfernen → erhält Blattproduktion und Aroma
  • Erntezyklus: Alle 2 – 3 Wochen erneute Ernte möglich
  • Lebensdauer: Bei korrekter Pflege 12 – 18 Monate kontinuierliche Ernte

7 unschlagbare Vorteile des Tulsi-Anbaus im HomeGarden

  1. Ganzjährige frische Versorgung: Unabhängigkeit von Saison und Importware – jeden Tag frisches Tulsi
  2. Maximaler Wirkstoffgehalt: Frische Blätter enthalten bis zu 30% mehr ätherische Öle als getrocknete Supermarkt-Ware
  3. Null Pestizide: Komplett rückstandsfreie Heilpflanzen – wichtig für therapeutische Anwendungen
  4. Platzeffizient: 16 – 32 Tulsi-Pflanzen im Table Tower oder Pflanzenturm = wöchentliche Erntemenge für den Haushalt
  5. Schnelle erste Ernte: Nach nur 6 – 8 Wochen beginnt die erste Ernte (Bodenanbau: 10 – 12 Wochen)
  6. Konstante Qualität: Keine Schwankungen durch Wetter, Schädlinge oder Bodenvariabilität – perfekte Bedingungen garantiert
  7. Kostenersparnis: Bio-Tulsi kostet im Handel 4 – 6€ pro Bund (20 – 30g) – im HomeGarden wöchentliche Ernte ohne Folgekosten

5 Heilanwendungen mit Tulsi aus dem HomeGarden

1. Klassischer Tulsi-Tee bei Stress und Erschöpfung

  • Zutaten: 10 – 15 frische Tulsi-Blätter, 250 ml heißes Wasser (nicht kochend, ca. 90°C)
  • Zubereitung: Blätter leicht zerreiben, mit heißem Wasser übergießen, 8 – 10 Minuten ziehen lassen
  • Anwendung: 2 – 3 Tassen täglich für adaptogene Wirkung, morgens für mentale Klarheit, abends zur Stressreduktion
  • Wirkung: Cortisol-Regulation, Stressabbau, Immunstärkung

2. Tulsi-Dampfbad bei Atemwegsinfekten

  • Zutaten: 2 große Handvoll frische Tulsi-Blätter, 1 – 2 Liter kochendes Wasser
  • Zubereitung: Blätter in Schüssel geben, mit kochendem Wasser übergießen
  • Anwendung: Kopf über Schüssel, mit Handtuch abdecken, 10 – 15 Minuten inhalieren, 2 – 3x täglich
  • Wirkung: Antimikrobiell, schleimlösend, entzündungshemmend in den Atemwegen

3. Immunbooster-Mischung für die Erkältungssaison

  • Zutaten: 10 Tulsi-Blätter, 5 Pfefferminzblätter, 1 Scheibe frischer Ingwer, 1 TL Honig, Saft einer halben Zitrone
  • Zubereitung: Alle Kräuter mit 300 ml heißem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen, Honig und Zitrone hinzufügen
  • Anwendung: 2x täglich bei ersten Erkältungsanzeichen
  • Wirkung: Synergistische antivirale und immunmodulierende Effekte

4. Anti-Stress-Smoothie mit Tulsi

  • Zutaten: 15 – 20 frische Tulsi-Blätter, 1 Banane, 1 Handvoll Spinat, 200 ml Mandelmilch, 1 TL Ashwagandha-Pulver (optional), 1 TL Honig
  • Zubereitung: Alle Zutaten im Mixer zu einem cremigen Smoothie verarbeiten
  • Anwendung: Morgens als Frühstück oder vormittags als Snack
  • Wirkung: Langanhaltende adaptogene Wirkung, Energie ohne Koffein-Crash

5. Tulsi-Gesichtswasser bei entzündeter Haut

  • Zutaten: 30 – 40 frische Tulsi-Blätter, 250 ml destilliertes Wasser, 50 ml Rosenwasser
  • Zubereitung: Tulsi-Blätter in destilliertem Wasser 15 Minuten köcheln lassen, abseihen, abkühlen lassen, mit Rosenwasser mischen, in Sprühflasche füllen
  • Anwendung: 2x täglich auf gereinigte Haut aufsprühen oder mit Wattepad auftragen
  • Wirkung: Antimikrobiell, entzündungshemmend, antioxidativ – ideal bei Akne oder gereizter Haut
  • Haltbarkeit: Im Kühlschrank 1 – 2 Wochen

Ernte und Lagerung: So bleiben die Wirkstoffe erhalten

Optimaler Erntezeitpunkt

  • Tageszeit: Morgens nach dem Abtrocknen des Taus, aber vor starker Sonneneinstrahlung (höchster Gehalt an ätherischen Ölen)
  • Vor der Blüte: Kontinuierliche Ernte vor Blütenbildung = maximale Blattproduktion und höchster Eugenol-Gehalt
  • Schnitttechnik: Saubere, scharfe Schere verwenden, oberste 2 – 3 Blattpaare abschneiden, über einem Blattknoten schneiden

Lagerungsmethoden

Frisch (kurzfristig):

  • Stiele in Wasserglas stellen (wie Schnittblumen), im Kühlschrank lagern
  • Haltbarkeit: 5 – 7 Tage
  • Wirkstofferhalt: 90 – 95%

Gefroren (mittelfristig):

  • Blätter waschen, trocken tupfen, in Gefrierbeutel portionieren
  • Haltbarkeit: 6 Monate
  • Wirkstofferhalt: 75 – 80% (besser als Trocknung!)

Getrocknet (langfristig):

  • Blätter an luftigem, schattigen Ort trocknen (nicht in direkter Sonne!)
  • Bei max. 35°C im Dörrautomaten (höhere Temperaturen zerstören Wirkstoffe)
  • In luftdichten Behältern dunkel lagern
  • Haltbarkeit: 12 Monate
  • Wirkstofferhalt: 60 – 65%

Häufige Fragen zum Tulsi-Anbau

1. Ist Tulsi dasselbe wie normales Basilikum (Ocimum basilicum)?

Nein. Tulsi (Ocimum sanctum oder tenuiflorum) und Küchen-Basilikum (Ocimum basilicum) sind unterschiedliche Arten. Tulsi hat einen würzigeren, leicht pfeffrigen Geschmack und deutlich höhere Konzentrationen an Eugenol (32 – 35% vs. 1 – 2% bei Küchen-Basilikum). Die pharmakologischen Eigenschaften sind bei Tulsi wesentlich stärker ausgeprägt. Küchen-Basilikum wird primär kulinarisch verwendet, während Tulsi als Heilpflanze gilt.

2. Kann ich verschiedene Basilikum-Sorten zusammen im HomeGarden anbauen?

Ja, das ist problemlos möglich! Tulsi, Thai-Basilikum, Zitronen-Basilikum und Küchen-Basilikum können nebeneinander wachsen. Wichtig: Entfernen Sie regelmäßig alle Blütenknospen, um Kreuzbestäubung zu verhindern (betrifft nur Saatgut-Gewinnung, nicht den Verzehr). Die hydroponische Kultivierung ermöglicht präzise Nährstoffgabe für alle Varietäten.

3. Wie vergleicht sich die Wirksamkeit von frischem Tulsi mit Nahrungsergänzungsmitteln?

Frisches Tulsi aus dem HomeGarden enthält das vollständige Spektrum an Wirkstoffen – nicht nur isolierte Einzelsubstanzen. Für traditionelle Anwendungen (Tee, Dampfbad) ist frisches Tulsi ideal. Standardisierte Extrakte in Kapselform haben jedoch den Vorteil einer exakten Dosierung und höheren Wirkstoffkonzentration. Für therapeutische Zwecke (z.B. Diabeteskontrolle, Krebsbegleittherapie) sind die in Studien verwendeten hochdosierten Extrakte oft notwendig. Für Alltagsanwendungen (Stressreduktion, Immunstärkung) ist frisches Tulsi absolut ausreichend und sogar vorzuziehen, da die Wirkstoffe in ihrer natürlichen Matrix optimal bioverfügbar sind.

4. Ist Tulsi für Schwangere und Kinder sicher?

Schwangerschaft: Tulsi sollte in der Schwangerschaft nur nach Rücksprache mit einem Arzt verwendet werden. Traditionell wird empfohlen, hohe Dosen zu vermeiden, da Tulsi möglicherweise uteruskontrahierende Eigenschaften hat. 1 – 2 Tassen Tee pro Tag gelten allgemein als unbedenklich, aber systematische Studien fehlen.

Kinder: Für Kinder ab 3 Jahren ist verdünnter Tulsi-Tee (halbe Dosierung) sicher und kann bei Erkältungen hilfreich sein. Ätherische Öle in konzentrierter Form nicht für Kinder unter 6 Jahren verwenden. Bei Unsicherheit immer den Kinderarzt konsultieren.

5. Warum werden die Blätter gelb oder braun?

Mögliche Ursachen und Lösungen:

  • Stickstoffmangel: Ältere Blätter gelb → EC-Wert erhöhen oder N-P-K-Verhältnis überprüfen (sollte 3:1:2 sein)
  • pH-Wert-Problem: pH außerhalb 5,5 – 6,5 → Nährstoffverfügbarkeit beeinträchtigt → pH korrigieren
  • Wurzelfäule: Braune, schleimige Wurzeln + welke Blätter → Sauerstoffzufuhr prüfen, Wassertemperatur senken (< 22°C), befallene Wurzeln entfernen, Pflanze in frische Lösung umsetzen
  • Zu viel Licht: Verbrennungen an Blatträndern → Lichtintensität reduzieren oder Abstand zur Lampe erhöhen
  • Nährstoffüberschuss: Blattspitzen braun und trocken → EC-Wert senken, Lösung austauschen

6. Wie lange kann ich eine Tulsi-Pflanze kontinuierlich beernten?

Bei korrekter Pflege und regelmäßigem Rückschnitt: 12 – 18 Monate. Nach dieser Zeit lässt die Vitalität nach. Empfehlung: Rechtzeitig neue Pflanzen nachziehen, sodass immer produktive Pflanzen im System sind. Ein rotierendes System mit gestaffelten Anzuchtzyklen garantiert ganzjährige Ernte ohne Unterbrechung.

Fazit: Tulsi – Das ayurvedische Adaptogen für die moderne Zeit

Die wissenschaftliche Forschung bestätigt, was die traditionelle ayurvedische Medizin seit Jahrtausenden weiß: Tulsi ist ein außergewöhnliches Adaptogen mit vielfältigen gesundheitsfördernden Eigenschaften. Von der Stressreduktion über Immunmodulation bis hin zur Krebsprävention – die Wirkungen sind durch aktuelle Studien belegt.

Der hydroponische Anbau im HomeGarden verbindet traditionelles Heilwissen mit moderner Agrartechnologie. Sie erhalten ganzjährig frisches Tulsi mit maximaler Wirkstoffkonzentration – frei von Pestiziden, immer verfügbar, kosteneffizient. Ob als täglicher Anti-Stress-Tee, als Immunbooster in der Erkältungssaison oder als therapeutische Begleittherapie: Tulsi aus dem eigenen HomeGarden ist mehr als nur ein Kraut – es ist ein „Elixier des Lebens“ im eigenen Zuhause.

Entdecken Sie die Kraft von Tulsi – wissenschaftlich fundiert, traditionell bewährt, frisch aus Ihrem HomeGarden.

Wissenschaftliche Quellen

Alle Informationen in diesem Artikel basieren auf wissenschaftlichen Studien aus PubMed (2022-2025):

  1. Arya et al. (2024): „Harnessing the Antibacterial, Anti-Diabetic and Anti-Carcinogenic Properties of Ocimum sanctum Linn“ – Umfassender Review zu therapeutischen Eigenschaften, Eugenol als Hauptwirkstoff – DOI: 10.3390/plants13243516
  2. K C et al. (2025): „Molecular docking studies of flavonoids of Holy basil against COX-2 enzyme“ – Entzündungshemmung durch Rhamnetin, Luteolin, Kaempferol – DOI: 10.1016/j.bpc.2025.107533
  3. Paudel et al. (2025): „Seasonal Variation in Essential Oil Composition and Bioactivity of Three Ocimum Species from Nepal“ – Höchste antioxidative Aktivität, Anti-Krebs-Wirkung gegen MCF-7-Zellen (IC₅₀ = 23,43 µg/mL) – DOI: 10.3390/molecules30173581
  4. Kumar et al. (2025): „Luteolin: Novel Approaches to Extraction Techniques, Drug Delivery Technologies, Pharmacological Applications“ – Luteolin in Tulsi: Antioxidativ, entzündungshemmend, krebshemmend, neuroprotektiv – DOI: 10.1002/cbdv.202500193
  5. Amudala et al. (2025): „Comparative Clinical and Radiographic Evaluation of Three Different Herbal Extracts in Combination with Calcium Hydroxide“ – Klinische Bestätigung der antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften in der Zahnmedizin – DOI: 10.5005/jp-journals-10005-3183
  6. Panchal et al. (2025): „Ocimum tenuiflorum leaf-mediated graphitic carbon nitride and ZnO/GCN nanohybrid“ – Antimikrobielle Aktivität gegen E. coli, P. aeruginosa, S. aureus, S. dysgalactiae – DOI: 10.1007/s11356-025-36299-2
  7. Diantini et al. (2023): „Efficacy and Safety of Add-On Plant-Based Drugs for COVID-19 Patients“ – Tulsi als sichere Begleittherapie bei COVID-19, keine Interaktionen mit Remdesivir/Favipiravir – DOI: 10.2147/IDR.S417727
  8. Sajal et al. (2022): „Computer-Aided Screening of Phytoconstituents from Ocimum sanctum against Diabetes Mellitus Targeting DPP4 Inhibition“ – Dehydro-p-Cymen als potenter DPP4-Hemmer, antidiabetische Wirkung – DOI: 10.3390/molecules27165133
  9. Kumar & Patel (2023): „Ocimum Sanctum: An All-Round Treatment for Cancer?“ – Chemoprotektive und radioprotektive Eigenschaften, Krebsprävention in Haut, Leber, Mund, Lunge – PMID: 34331753
  10. Ullah et al. (2025): „Plant Extract-Mediated Synthesis of Nano-Crystallite TiO₂“ – Verwendung von Tulsi-Extrakt in Nanotechnologie, antimikrobielle Anwendungen – DOI: 10.1002/asia.202500352

Hinweis: Dieser Artikel dient zu Informationszwecken und ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder zur therapeutischen Anwendung konsultieren Sie bitte einen qualifizierten Arzt oder Heilpraktiker. Schwangere und Personen mit chronischen Erkrankungen sollten vor der Anwendung von Tulsi Rücksprache mit ihrem Arzt halten.

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